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GEHEIM

Wie beißt man als Krimischaffende/r eigentlich ins Gras?

von Tatjana Kruse (Betroffene)

 

Leberzirrhose!

Als ich neulich auf dem Jahrestreffen der deutschsprachigen KriminalautorInnen in die gut gelaunte Runde an der Hotelbar blickte – es war letzten Mai, es war nachts um zwei, und wir hatten alle schon kräftig, sehr kräftig gebechert, kam mir spontan der Gedanke, dass Krimischaffende bestimmt mehrheitlich an Leberzirrhose sterben.

Unser Jahrestreffen, die sogenannte CRIMINALE, dauert immer fünf Tage – das sind mithin vier Nächte, in denen wir (ich übertreibe nicht) schon manche Hotelbar leer getrunken haben. Leer, wie in: kein Tropfen Alkohol mehr übrig.

Ja, Leberzirrhose, dachte ich. Kein Zweifel möglich. Das musste die Todesursache Nummer eins unter KrimiautorInnen sein.

Entweder das … oder aber mitten in der Recherche für einen hochbrisanten Thriller von einem Auftragskiller ermordet zu werden!

Nach meiner Rückkehr an den heimischen Schreibtisch tat ich, was ich, die Königin des Prokrastinierens, immer tue, wenn die Abgabe eines Romanmanuskripts ansteht: Ich googelte mich durchs Internet und recherchierte, wie die berühmtesten KriminalschriftstellerInnen der letzten hundert Jahre zu Tode gekommen sind.

Die Enttäuschung gleich vorweg: Leberzirrhose steht nicht ganz oben auf der Liste der Todesarten.

Ja gut, Edmund Crispin und Kyril Bonfiglioli starben an Leberzirrhose, beide im Alter von 56 Jahren. Aber das war’s dann auch schon. Okay, auch S.S. Van Dine war extrem starker Trinker, aber er nahm zudem Drogen, und in seiner Todesurkunde ist ‚Herzinfarkt‚ als auslösendes Moment für die finale Schlussszene eingetragen. Er giltet also nicht. Ebenso wenig wie Cornell Woolrich, ebenfalls ein leidenschaftlicher Trinker vor dem Herrn, der an einer unbehandelten Infektion nach einer Amputation starb, begünstigt jedoch durch Unterernährung. Weil er das bisschen an Tantiemen für seine Bücher lieber in gegorene Flüssignahrung investierte als in, sagen wir mal, Miracoli Spaghetti.

Wenn es einen Krimischaffenden in relativ jungen Jahren trifft, dann aus demselben Grund, wie beim Großteil der Restbevölkerung: weil das Herz nicht mehr mitmacht. An einem Herzinfarkt starben Earl Derr Biggers (48), G.K. Chesteron (62) und Dorothy Sayers (64). Friedrich Dürrenmatt erlag mit 69 einem Herzinfarkt, wiewohl er durch seine Zuckerkrankheit zusätzlich geschwächt war. Ein wenig exotisches Flair findet sich allenfalls im Ort des Infarkts: Donald Westlake (75) befand sich auf dem Weg zu einer Silvesterparty in Mexiko, Manuel Montalbàn Vázquez (85) starb auf dem Flughafen von Bangkok. Es gäbe da noch Stieg Larsson, der mit nur 50 Jahren einem Infarkt erlag, nachdem er sieben Stockwerke zu seiner Redaktion hochsteigen musste, weil der Aufzug ausgefallen war. Verschwörungstheoretiker glauben allerdings, dass das organisierte Verbrechen die Aufzüge manipuliert hatte, um sich seiner zu entledigen. Aber muss es nicht wirksamere Tötungsmethoden geben, als Aufzüge zu sabotieren, in der Hoffnung, die Zielperson würde beim Treppensteigen infarkten? Das Urteil hierzu steht noch aus.

Das Herz machte letzten Endes auch bei Philip K. Dick (53) nicht mehr mit. Er glaubte sich vom Propheten Elia besessen und starb an einem Koronarinfarkt nach einem Schlaganfall. Unkombiniert, also nur ein Schlaganfall beziehungsweise eine Hirnblutung, fällte Emile Gaboriau (40), Willkie Collins (65), Ellis Peters (82) und Georges Simenon (86) mitten im prallen Schaffen.

Dann gibt es da natürlich noch den Krebstod. Auffällig sind hier vor allem der Lungenkrebs, offenbar greifen viele von uns zur Fluppe – beispielsweise Dashiell Hammett (66), John Dickson Carr (70) und Georgette Heyer (71). Tony Hillerman (83) starb an Lungenversagen und Edgar Wallace (56) an einer Lungenentzündung auf einer USA-Reise. Ed McBain (78) und Michael Crichton (66) erlagen dem eng verwandten Kehlkopfkrebs. Dem tiefer gelegenen Bauchspeicheldrüsenkrebs fielen Mickey Spillane (88), Jakoub Arjouni (48) und Leighton Gage (71) zum Opfer. Letzterer hat übrigens ein immer noch aktives LinkedIn-Konto – was uns alle mahnen sollte, sich zu überlegen, was mit unseren Social Media Accounts nach unserem Tod passiert und ob wir nicht einer Person unseres Vertrauens Verfügungsvollmacht und Passwort für unseren Twitter-Account geben sollten, damit die nach unserem Ableben noch einen allerletzten geistreichen Aphorismus postet.

Auch Grant Allen (51) starb an Bauchspeicheldrüsenkrebs, er glaubte allerdings bis zuletzt, es sei nur eine Malaria-Infektion, die er sich bei einem Italienurlaub zugezogen hätte.

Alle anderen Krebsarten zusammen krallten sich Josephine Tey (55), Robert van Gulik (57), Margery Allingham (62), Ronald Knox (69) und Patricia Highsmith (74).

Der Krimiautor als solches stirbt also genauso wie jeder andere Durchschnittsmensch. Der gewissenhafte Beobachter wird allerdings schon jetzt erkannt haben: Krimiautoren werden oft erstaunlich alt.

Und so ist es auch – Tusch! – das schnöde Alter, das den meisten von uns zum Garaus wird. Man kann wohl sagen, das Durchschnittssterbealter des Krimiautors ist das biblische achtzig. An „natural causes“ starben – nur eine kleine Auswahl – Erle Stanley Gardner (80), Baroness Orczy (82), Gladys Mitchell (82), H.R.F. Keating (84), Leslie Charteris (85), Agatha Christie (85), Francis Durbridge (85), Ngaio Marsh (86), Léo Malet (86), Rex Stout (88), Dick Francis (89) und Eric Ambler (89). Ein tröstliches Gefühl: eben noch über einen Plot nachgedacht und – zack! – für immer im Bett eingeschlafen.

Nur ganz, ganz wenige Kollegen bieten etwas mehr Prickel, wenn es um ihren Abgang geht.

Von Edgar Allan Poe heißt es: „he was found delirious in the streets“, also Unzusammenhängendes lallend und phantasierend. Kurz darauf starb er mit 49 Jahren. Robert Ludlum erlag mit 72 Jahren seinen schweren Verbrennungen, die er sich in seinem Fernsehsessel zuzog. Wie es dazu kam? Nach einem Schlaganfall war er bewegungsunfähig. Es gibt Leute, die behaupten, Ludlums sehr viel jüngere Zweitfrau hätte keine Lust gehabt, ihn zu pflegen, darum habe sie ihm eine brennende Zigarette zwischen die Finger gesteckt, wissend, dass seine Altherrendecke nicht feuerfest war …

Franco Lucentini warf sich mit 81 die Treppe in seinem Haus hinunter, nachdem bei ihm unheilbarer Lungenkrebs diagnostiziert worden war. Der einzige Selbstmord im Kollegenkreis – man weiß das Leben zu schätzen, wenn man auf dem Papier so leichtfertig damit umgeht.

Der Pokal für den spektakulärsten Abtritt geht aber an Jacques Futrelle, der im Alter von 37 Jahren zusammen mit der Titanic im Nordatlantik unterging – stilvoll im Frack, bis zuletzt die Contenance wahrend, wie es einem distinguierten Krimiautor ansteht.

Wir lernen also: Krimiautoren suchen Sicherheit – nicht Abenteuer. Sie sind keine Hemingways, die nur dann über einen Mord schreiben können, wenn sie einen begangen haben (von … äh … wenigen Ausnahmen abgesehen). Im Gegenteil, sie entwerfen das Bild einer aus den Fugen geratenen Welt, in die sie dann durch die Aufklärung des Falles Ordnung bringen. Oder sie sind geplagte Wesen, die sich ihre Dämonen von der Seele schreiben. Aber in jedem Fall sind sie harmlos und häuslich und sterben meist im fortgeschrittenen Greisenalter im Bett!

Eins aber brachte meine Recherche zutage, etwas, das allen Mitgliedern des Syndikats ein wohliges Gefühl der Beruhigung vermitteln sollte: kein einziger Kollege, wirklich KEINER, starb im Monat Mai! (Der März ist mit großem Abstand der Monat, in dem es die meisten von uns erwischt, gefolgt von den Gleichstandmonaten Sept-Okt-Nov.) Unser Jahrestreffen darf also ruhig weiter im Wonnemonat abgehalten werden, dann können wir absolut sicher sein, dass es keinen „kalten Auszug“ aus dem Criminale-Hotel geben wird…

Darauf hebe ich schonmal prophylaktisch meinen Gin & Tonic!

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Es kommt eine Kugel geflogen

Ein Siggi-Seifferheld-Prequel von Tatjana Kruse

 

Es kommt eine Kugel geflogen …

Ein Siggi-Seifferheld-Prequel von

Tatjana Kruse

 

 

Frau Holle hat jetzt Wasserbetten – und die sind undicht.

Es goss wie aus Kübeln.

Kommissar Siegfried Seifferheld musste von seinem Büro im Innenstadtrevier zur Filiale seiner Bank förmlich schwimmen. Aber es nützte ja nichts. Seine Nichte Karina, die an der hiesigen Fachhochschule studierte und vorübergehend bei ihm wohnte, hatte als Zeichen des Protests gegen Massentierhaltung Folterknechte des Kapitalismus an die Zentrale des hiesigen Bauernverbands gesprayt. Und sich dabei vom Hausmeister erwischen lassen.

Weil man sich hier in Hall noch kannte, konnte Seifferheld die Angelegenheit gütlich regeln, ohne dass es rechtliche Folgen für seine Nichte haben würde. Dazu gehörte auch die umgehende Regelung des finanziellen Schadens – großflächiges Wegkärchern war deutlich teurer als er das bis dato gedacht hatte.

Er trat in den Vorraum der Bankfiliale in der Marktstraße und schüttelte Haare und Windjacke trocken. Schirme waren was für Leute, die fürchteten, sie könnten schrumpeln, wenn sie nass wurden.

Seine durchgeweichten Lederschuhe machten Pflatsch-pflatsch-pflatsch-Geräusche auf dem Linoleumboden, als er in die Schalterhalle trat.

Es waren nur ein Schalter geöffnet, der auch gerade frei wurde.

„Seifi, altes Haus!“

Es gab nicht viel, was Kommissar Siegfried Seifferheld, stellvertretender Leiter der Mordkommission Schwäbisch Hall, mehr nervte, als von ehemaligen Grundschulkameraden mit seinem Spitznamen von anno dunnemals angeredet zu werden. Selbst schuld, dachte Seifferheld, ich hätte ja die Versetzung nach Stuttgart annehmen können.

„Siggi!“, korrigierte er automatisch. „Hallo Walter.“

Er könnte immer noch nach Stuttgart gehen. Jetzt hielt ihn nichts mehr in Hall. Seine Frau war tot, seine Tochter hatte einen Superjob in der Bausparkasse und Irmi … tja, seine Schwester Irmgard würde schon irgendwie ohne ihn klar kommen. Sie war unkaputtbar.

„Was kann ich denn heute Gutes für dich tun, Seifi?“ Walter Krummnagel, mit dem Siggi vor vierzig Jahren die Holzbank in der Grundschule am Langen Graben gedrückt hatte, war nicht nur frei von einem Spitznamen – alle hatten ihn seit jeher immer nur Walter genannt, was ja irgendwie auch armselig war, so ganz ohne Spitznamen durch die Schulzeit zu gondeln –, er war auch völlig frei von Ehrgeiz und somit nicht Filialleiter oder wenigstens stellvertretender Filialleiter, was er aufgrund seines Alters eigentlich längst hätte sein sollen, sondern immer noch einfacher Schalterbeamter. Was Walter Krummnagel null bekümmerte. Er hatte seinen Traumjob: feste Arbeitszeiten und viel Kontakt mit Menschen. Er liebte Menschen. Sogar Seifi, der ihn nie hatte abschreiben lassen. Und der immer ein wenig von oben herab auf ihn herabzublicken schien. Was natürlich auch daran liegen konnte, dass Seifi gut zehn Zentimeter größer war als er.

„Ich muss eine Überweisung tätigen, und mir sind die Vordrucke ausgegangen.“

„Überweisungsvordrucke. Kommen sofort.“ Walter tauchte ab. Die meisten Kunden machten mittlerweile Online-Banking, darum lagen die Vordrucke ganz unten im Schalterregal.

Eine Frau mittleren Alters trat ein und steckte ihren Stockschirm mit dem Bausparkassen-Logo in den Schirmhalter. Sofort bildete sich eine Lache in der Größe des Steinbacher Sees.

Die Frau trat hinter Seifferheld und musterte ihn interessiert. Was er nicht sehen konnte, er hatte im Hinterkopf keine Augen, aber es gab genügend Präzedenzfälle. Er war für Frauen eines bestimmten Alters das, was Katzenminze für Katzen war.

Siggi sah mit Mitte fünfzig noch verdammt gut aus. Er hielt sich in Form, joggte täglich. Walter hatte dagegen der Natur einfach ihren Lauf gelassen – und sah trotzdem topfit aus. Schon möglich, dass er ins Keuchen kam, wenn er beispielsweise den Klosterbuckel neben der Michelskirche erklomm, aber äußerlich wirkte er durchtrainiert. Das nagte an Siggi. Die bloße Existenz von Walter Krummnagel war für Siggi ärgerlich.

Kurzum, zwischen den beiden war keine Liebe verloren gegangen. Früher nicht, heute auch nicht.

„Hier deine Vordrucke. Reichen fünfundzwanzig Stück oder willst du mehr?“ Walter tauchte wieder auf.

„Reicht mir.“ Siggi nahm die Vordrucke und wollte zu der Säule in der Mitte der Schalterhalle gehen, um die herum eine Schreibfläche angebracht war.

Da stürmten vier Vermummte herein …

*

Günni, Jürgi, Rudi und Kalle – Männer, die wie Fußballtrainer heißen

„Hände hoch. Keiner bewegt sich. Wehe, es wird Alarm ausgelöst.“

Drei von ihnen trugen schwarze Skimasken. Der vierte hatte einen Damenstrumpf über den Kopf gezogen. Der Strumpf saß aber zu eng. Er konnte darunter nicht einmal blinzeln. Weil der Strumpf an den Augäpfeln rieb, sah er auch nichts. Darum prallte er volle Kanne gegen seinen Kumpel vor ihm, als der mittig in der Schalterhallte stehenblieb.

„Scheiße, Jürgi, pass doch auf!“, rief der menschliche Prellbock.

„Keine Namen, Günni!“, mahnte der ganz vorn und schlug sich gleich darauf die Hand vor den Mund.

Seifferheld seufzte. Amateure! Das war blöd. Er arbeitete lieber mit Profis – da wusste man, woran man war. Anfänger verloren gern mal die Nerven.

Alle vier hielten professionelle Kurzwaffen in den Händen. Beinahe amerikanische Verhältnisse. Das war man in Schwäbisch Hall nicht gewöhnt.

Seifferheld, der zivil trug und in seiner geliebten Windjacke eher an einen Staubsauervertreter als an einen hochrangigen Kriminaler erinnerte, war unbewaffnet.

„Auf den Boden!“, gellte der Skimaskenträger ganz vorn, offenbar der Anführer der Bande. „Sofort!“

Die Bankfiliale war um diese Uhrzeit – früher Nachmittag an einem Werktag – so gut wie leer. Darum war ja auch nur ein Schalter geöffnet. Außer Siggi noch ein Bärtiger und die Frau mittleren Alters. Und Walter Krummnagel hinter der Schaltertheke.

Die drei Kunden und Krummnagel ließen sich, mehr oder weniger geschmeidig, auf den Boden gleiten. Seifferheld hörte die Frau „Igitt!“ murmeln und musste ihr recht geben: Aufgrund des anhaltenden Regens glich der Boden der Bankfiliale einem Schlammparcours.

„Scheiße, Sie doch nicht!“, röhrte der Anführer und trat vor den Schalter. Er zielte mit seiner Waffe auf Walter Krummnagel, der sich wieder hochrappelte. „Alles Geld in die Taschen! Wenn ich den Alarm höre, sterben die Geiseln!“

Seifferheld grinste innerlich. Diese Aussage war beruhigend, da die Bank einen stillen Alarm hatte. Und zweifellos hatte Krummnagel den schon längst ausgelöst. Er ließ sich nämlich unauffällig mit dem Fuß betätigen.

Äußerlich behielt Walter Krummnagel die Ruhe. „Welche Taschen?“, erkundigte er sich.

Der Anführer drehte sich zu Nummer zwei. „Kalle?“, fragte er und zielte mit dem ausgestreckten Arm – und somit mit der Waffe – auf seinen Mittäter. Vermutlich nicht absichtlich, einfach dem Umdrehen geschuldet.

Kalle sagte nichts. Aber dem Nichts-Sagen war eindeutig zu entnehmen, dass die Taschen offenbar noch im Fluchtwagen lagen. Dafür sprach auch, dass Kalles Blick zur Eingangstür wanderte.

Der Anführer schnaubte und drehte sich wieder zu Walter Krummnagel. „Sie haben doch diese Stoffbeutel!“, sagte er. „Die blauen, mit dem Logo. Nehmen Sie die!“

Aha, dachte Seifferheld. Die vier kommen nicht von außerhalb. Die blauen Beutel mit dem Logo der Bank hatte es vor kurzem als Geschenk für Stammkunden der Filiale gegeben. Zugereiste Bankräuber wüssten davon nichts.

„Los schon!“, brüllte der Anführer.

„Die Beutel sind da drüben im Schrank.“ Walter Krummnagel zuckte mit den Schultern.

„Dann gehen Sie da rüber, und holen Sie sie, Mann!“ Der Anführer fuchtelte mit seiner Waffe.

Seifferheld hörte in seiner liegenden Position die Schritte hinter dem Schalter. Er war nicht versucht, etwas zu unternehmen. Solange keine Menschenleben in Gefahr waren, bestand seine oberste Priorität darin, sich möglichst viele Details zu merken, anhand derer man die Täter später identifizieren könnte. Geld ließ sich ersetzen.

Alle vier trugen Turnschuhe einer bekannten Marke, die laut seiner Nichte Karina Kinderarbeiter in Asien beschäftigte. Jürgi mit der zu eng sitzenden Strumpfmaske hatte eine überdimensionierte Träne auf dem linken Handrücken tätowiert.

„Schneller!“, befahl der Anführer.

„Ich mache so schnell ich kann“, erklärte Krummnagel.

Seifferheld hörte das schabende Geräusch von Geldscheinen, die in einen Stoffbeutel geschoben wurden.

Er sah aus der Froschperspektive zu Jürgi mit der Träne. Der zuckte irgendwie merkwürdig.

„Ich … krieg … keine Luft“, röchelte er und zog den Strumpf von seiner Nase weg. Weil es sich nicht um einen Qualitätsstrumpf handelte, machte es ratsch, und schon bahnte sich eine fette Laufmasche ihren Weg durch das Material.

„Scheiße!“, schimpfte Jürgi, und weil er dabei genervt die Backen aufblies, gab der Strumpf vollends nach, und gleich darauf stand er mit dem Gesicht im Freien. Ein Gesicht, das Seifferheld von nun an jederzeit und überall wiedererkennen würde.

„Du bist so ein Depp!“ Kalle knuffte Jürgi mit der Waffe.

„Lass das!“, moserte Jürgi.

Seifferheld sah zu der Uhr über dem Sitzbereich auf der anderen Seite der Schalterhalle. Sein Spezialgebiet war Mord, nicht Banküberfall, aber er ging sehr davon aus, dass die Spezialkräfte schon draußen Aufstellung nahmen.

„Schneller, verdammt!“, rief der Anführer und schlug mit der Faust auf die Schaltertheke.

Kalle knuffte Jürgi erneut. Vermutlich brach sich da unter dem Druck der Anspannung eine bereits vor-existierende Animosität Bahn, anders ließ sich nicht erklären, warum sich Jürgi – mitten in einem Banküberfall – nach dem zweiten Knuffen veranlasst sah, Kalle einen rechten Haken zu versetzen. Der prallte gegen einen Ständer mit Flyern zu Investitionsangeboten und Anlagemodellen. Ständer und Kalle gingen zu Boden.

„Habt ihr sie noch alle?“, rief jetzt der dritte im Bunde, der bislang stumm geblieben war. Er ging dazwischen, als Kalle sich aufrappelte und sich auf Jürgi stürzen wollte.

Jürgi, ganz eindeutig die Nullnummer in dieser ohnehin unterbedarften Anfängertruppe, ließ seine Waffe fallen, um besser boxen zu können. Er boxte in etwa so elegant wie ein Känguru. Die Schläge trafen mehrheitlich Kalle, aber auch den Dritten, der sie auseinander bringen wollte.

Der Anführer drehte sich um. „Hört gefälligst auf!“

Sie hörten nicht auf. Woraufhin er ein Loch in die Decke schoss. Genauer gesagt in die Neonröhre an der Decke. Es gab ein unschönes Geräusch, Lichtfunken blitzen auf, Glas splitterte.

Das brachte nicht nur Jürgi, Kalle und den Dritten zum Aufhören, sondern lenkte sie auch ab, so dass sie nicht mitbekamen, wie sich Seifferheld millimeterweise zu der Waffe am Boden robbte. Alle, bis auf Walter Krummnagel. Der war nicht dumm, legte die beiden vollen Stoffbeutel auf die Theke und rief lauthals: „So, das wäre jetzt alles Bargeld hier aus der Schalterhalle. Wollen Sie auch das Geld aus dem Tresor?“

Eine gelungene Finte.

Seifferheld rollte sich schwungvoll zu der Waffe, packte sie, und erhob sich in einer fließenden Bewegung auf die Beine.

„Ich bin Polizeibeamter – lasst eure Waffen fallen!“, donnerte er mit seiner authoritärsten Beamtenstimme.

„Kacke, den kenn ich – das ist echt ein Bulle“, rief der dritte Skimaskenträger mit Panik in der Stimme. „Bloß weg hier!“

Der Anführer schnappte sich die Stoffbeutel mit dem Geld und lief los. Seine Entourage ihm hinterher.

Das war der Moment, in dem die mittelalte Frau auf dem Boden beschloss, die Heldin zu spielen. Sie erhob sich auf die Knie und schleuderte ihre Handtasche mit aller Kraft gegen die Knie des Anführers, der an ihr vorbeisprintete.

„NEIN!“, gellte Seifferheld noch, weil er natürlich befürchten mussten, dass die Räuber in ihrer Panik jetzt um sich schießen würden. Und ja, während der Anführer zu Boden ging – was immer sich in der Handtasche befand, er musste tierisch schwer sein –, richtete sein Kumpel Kalle seine Waffe auf die Frau und rief „Das war ein Fehler, Alte!“

„Waffe weg!“, brüllte Seifferheld und zielte seinerseits auf Kalle.

Das wiederum veranlasste Jürgi, den Känguru-Boxer, den Arm von Seifferheld nach unten zu tatschen. Ja, tatschen. Anders konnte man es nicht nennen. Er kniff die Augen zusammen und schlug mit der Rechten Seifferhelds Hand mit der Waffe nach unten. Eine Waffe, die entsichert war. Und aus der sich nun ein Schuss löste.

Der Schmerz war unvorstellbar.

Auch die Menge an Blut, die sofort seine Stoffhose tränkte. Seifferheld wusste, dass eine Arterie getroffen sein musste.

Während er wie in Zeitlupe zu Boden ging – und dabei spürte, wie ihm durch den Schock des abrupten Blutverlusts die Sinne schwanden –, sah er noch, wie die vier Möchtegern-Bankräuber von den Einsatzkräften überwältigt wurden, gerade als sie in ihren vor der Tür abgestellten Fluchtwagen klettern wollten.

Die Beutel mit dem Geld flogen durch die Luft.

Es regnete massenhaft Banknoten.

*

Jeder Kummer hält sich für das einzig Wichtige und Wirkliche auf der Welt.

Siggi starrte aus dem Fenster seines Zwei-Bett-Zimmers im Diakoniekrankenhaus. Eigentlich eine schöne Aussicht. Wegen der Hanglage hatte man einen erstklassigen Blick über das Kocher-Tal. Aber die Schönheit der Landschaft ging an ihm vorbei.

„Und was heißt das genau?“, hatte er den Arzt vorhin gefragt, ohne ihn anzusehen.

Doktor Froböse hatte sich geräuspert. „Nun ja, wir müssen abwarten, ob die Kugel wandert. Aber vorerst lässt sie sich nicht herausoperieren. Das Risiko wäre zu groß. Sie können so schon von Glück sagen, dass Sie mir auf dem OP-Tisch nicht unter den Händen verblutet sind.“

„Er hat die Konstitution eines Ochsen. Wie alle Seifferhelds“, hatte Irmgard Seifferheld erklärt, die mit verschränkten Armen auf der anderen Seite des Bettes stand. „Du wirst schon wieder“, hatte sie zu ihrem Bruder gesagt. Mitgefühl war in ihrem Charakter nicht angelegt.

Doktor Froböse hatte diesen kaltschnäuzigen Einwurf ignoriert. „Sie brauchen erstmal Ruhe, Herr Seifferheld. Und eine Physiotherapie. Dann klappt das auch wieder mit dem Laufen. Lassen Sie sich Zeit.“

Zeit – genau die hatte er nicht. Er war kein Jungspund mehr. „Sprechen wir hier von Wochen? Oder von Monaten?“

Froböse hatte sich erneut geräuspert. „Eher von Jahren.“

Seifferheld hatte den Arzt entgeistert angestarrt. „Von Jahren?“

Doktor Froböse hatte genickt und mit den Schultern gezuckt und war gegangen.

Und jetzt starrte Siggi Seifferheld blicklos auf die Hohenloher Landschaft hinaus. Er hatte all die Zeit nach dem Unfall geglaubt, dass er seinen Dienst wieder antreten konnte – auch mit einer Kugel in der Hüfte. Aber na und? Dann trug er eben Metall mit sich herum. Außer an Flughäfen würde ihn das weiter nicht beeinträchtigen.

Hatte er gedacht.

Aber jetzt bestand die Aussicht, dass er nie wieder richtig laufen konnte. Das war es dann mit seiner Karriere. Selbst wenn er irgendwann wieder in Form kam, bliebe ihm nur noch genug Zeit, um an seinem Schreibtisch die Torte zu essen, die ihm seine Kollegen anlässlich seiner Pensionierung schenken würden …

Sein Leben war vorbei!

*

Besuch ohne Zustimmung ist Einbruch. Wie Carsharing ohne Zustimmung Diebstahl ist.

„Keine Widerworte – ich lass die jetzt rein! Reiss dich zusammen!“, bellte Irmi, die auch ‚Die Admiralin‚ genannt wurde (von Menschen, die sie mochten, alle anderen bezeichneten sie als ‚Der Besen‚). Sie stapfte aus Seifferhelds Schlafzimmer und die knarzige Holztreppe hinunter in den Eingangsbereich.

Seit 500 Jahren wohnte Familie Seifferheld in diesem Fachwerkhaus in der Unteren Herrngasse 6b zu Schwäbisch Hall, und immer war es für Siggi ein Refugium gewesen – der Ort, an dem er auftanken konnte, an dem er sich wohl fühlte. Aber seit seiner Entlassung aus dem Krankenhaus war es sein Gefängnis. Er kam einfach nicht auf die Beine.

Sein Physiotherapeut meinte, die allzu langsame Genesung sei auf Siggis negative innere Einstellung zurückzuführen. Und darauf, dass er lieber den ganzen Tag deprimiert im Bett lag, anstatt brav seine Übungen zu machen und sich vor allem wieder mehr zu bewegen.

Männerschritte kamen kernig nach oben geknarzt.

„Siggi, altes Haus, wie geht es dir? Du siehst blendend aus!“, flötete Bauer zwo übertrieben fröhlich, als er ins Schlafzimmer marschiert kam.

Bauer zwo war ein Idiot.

Seifferheld brummte nur.

Hinter Bauer zwo tauchte Wurster, der Bärenmarkenbär auf. Er hieß wegen seiner übermäßigen Körperbehaarung so, und an diesem Tag – warm, aber mit hoher Luftfeuchtigkeit – kräuselten sich sämtliche Haare an seinem Körper, vom Scheitel bis zu den Zehenzwischenräumen. Nie hatte er bäriger gewirkt als jetzt.

„Hallo Siggi“, sagte der nächste seiner Kollege, Rogier van der Weyden. „Ich hab Bier mitgebracht.“ Er stellte den Sixpack mit Siggis Lieblingsbier – Haller Löwenbräu – auf den Nachttisch.

Seifferheld wusste, dass er sich deutlich mehr über den Besuch seiner Kollegen freuen sollte. Aber ihre Anwesenheit erinnerte ihn daran, dass sie nun seine Ex-Kollegen waren. Polizeichefin Bauer hatte ihn am Tag vor seiner Entlassung aus dem Krankenhaus noch besucht und ihm den vorzeitigen Ruhestand ans Herz gelegt. „Sie könnten die Polizeiberichte für das Haller Tagblatt schreiben, das wäre doch ein wunderbarer Übergang vom aktiven Dienst in den wohlverdienten Ruhestand – Sie wissen dann immer, was in Ihrer Stadt vor sich geht. Und Sie haben das Gefühl, gebraucht zu werden“, hatte sie gesagt.

Seifferheld war kurz davor gestanden, zum ersten Mal in seinem Leben einer Frau gegenüber tätlich zu werden.

„Wie geht’s dir?“, fragte Wurster jetzt und setzte sich auf Siggis Bettkante.

Seifferheld brummte erneut. Ihm war nicht nach reden.

„Frau Bauer hat gesagt, ich soll dir diesen Laptop geben. Damit du darauf die Polizeiberichte schreiben kannst.“ Weil Siggi nicht reagierte, stand Bauer zwo mit dem Laptop in der Hand unschlüssig herum, dann legte er ihn auf eine bunt bemalte Bauerntruhe vor dem Fenster ab.

Bauer zwo war mit Polizeichefin Bauer nicht verwandt, aber er diente sich ihr immer gern als Laufbursche an. Als ob die Nähe zur Macht auf ihn abfärben könnte.

„Dir ist nicht nach reden, was?“, meinte Rogier van der Weyden, der in Siggi las wie in einem Buch. „Das haben wir uns schon gedacht. Aber wir wollten dich aufmuntern. Darum haben wir dir was mitgebracht.“

Seifferheld sah zu dem Sixpack.

„Nein, das meine ich nicht.“ Rogier van der Weyden, der im Rahmen eines europäischen Austauschprogramms von Belgien nach Hall gekommen und der Liebe wegen geblieben war, steckte sich zwei Finger in den Mund und pfiff.

Prompt stürmte Dombrowski von der Sitte herein.

„Dombrowski ist mein Geschenk?“, entfuhr es Seifferheld.

„Ah, es lebt!“, freute sich Wurster angesichts der Tatsache, dass Seifferheld endlich seine Maulfaulheit ablegte.

Rogier winkte ab. „Aber nein, sowas wie den Dombrowski würden wir dir doch nicht schenken. Er hat das Geschenk nur für uns besorgt.“

Dombrowski trat neben das Bett. „Lieber Siegfried, ich präsentiere … Tusch! … Aeonis vom Entfall.“ Er zog die Hand aus dem Mantel, in der er etwas Beigebraunes hielt.

Seifferheld traute seinen Augen nicht …

… ein Hund!

„Das ist ein Hovawart“, erklärte Dombrowski. „Aus der besten Zucht Deutschlands. Ich kenne den Züchter. Aber er hier ist leider für die Zucht ungeeignet – wegen der Knickrute.“

Bauer zwo kicherte wie ein Heranwachsender, wenn ein schmutziges Wort benutzt wurde.

Dombrowski hielt Seifferheld den Welpenpopo entgegen. „Der Schwanz hat einen ausgeprägten Knick.“

Der Welpe fiepte. Dombrowski setzte ihn auf dem Bett ab.

„Ihr wisst aber schon, dass ich nicht laufen kann?“, empörte sich Seifferheld undankbar. „Was soll ich denn mit einem Hund?“

„Der soll dich animieren, wieder auf die Beine zu kommen“, sagte Rogier. „Du brauchst ein Hobby.“

„Ein Hund ist doch kein Hobby. So ein Tier ist eine Aufgabe und …“

„Zu spät, er gehört dir.“ Wurster stand auf. „In der Anfangszeit helfen wir dir beim Gassigehen. Und du kannst das Polizeiberichteschreiben zu deinem neuen Hobby machen.“ Er klopfte Seifferheld unbeholfen auf die Schulter. Wurster war kein Mann großer Gefühlsbezeugungen. „Macht’s gut, ihr zwei.“

Rogier nickte Seifferheld zu. „Wenn du es wieder bis zur Sonne schaffst, dann richten wir einen Stammtisch ein. Jeden Dienstagabend. Was hältst du davon? Wir nennen den Stammtisch Mord zwo!“

„Toll, da komm ich auch!“, freute sich Dombrowski.

Und dann war das Schlafzimmer leer.

Seifferheld starrte auf den Welpen in seinem Schoß. Der Welpe starrte zurück. Dann tapste er über die Bettdecke zu Seifferhelds Brust und kuschelte sich an ihn.

Aeonis vom Entenfall. Was sollte das denn für ein Name sein?

„Ich werde dich Onis nennen“, sagte Seifferheld und kraulte das winzige Wesen hinter dem Ohr. Dann sah er zu dem Laptop auf der Truhe.

Polizeiberichte schreiben, das fehlte ihm noch. Da würde er sich rausreden, definitiv. Er könnte ja behaupten, dass der Schmerz aus der Hüfte bis in die Hände kroch und ihm das Tippen verunmöglichte.

Während seine Hand ganz automatisch den Hund streichelte, wanderte sein Blick etwas tiefer zu der Truhe. Seine verstorbene Frau hatte die Truhe mit in die Ehe gebracht. Er wusste auch genau, was darin lag. Garne. Nadeln. Stickrahmen. Handarbeitszeug. Er hatte ihr früher beim Sticken immer gern zugesehen, manchmal sogar stundenlang. Warum? Das wusste er nicht. Es hatte ihn einfach beruhigt.

Hm …

In ihm dachte es nach.

… nein, Sticken – das war doch nichts für Männer. Oder?

Er sah zu Onis. „Was denkst du, Kleiner?“

Onis sah zu ihm auf und hechelte.

„Du hast recht – ich kann ja mal einen Blick in die Truhe werfen.“

Mühsam rappelte Siggi Seifferheld sich auf.

Der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte!

 

Tradition? Das ist doch weiter nichts als Gruppenzwang von bereits Verstorbenen.

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Kommissar Seifferheld kauft neues Garn bei Kurzwaren Zwing in Schwäbisch Hall – bald stickt er wieder…

 

„Gestickt, gestopft, gemeuchelt„ (Verlag Knaur) ist ab dem 2. Juni im Handel erhältlich – jetzt vorbestellen!!!

 

 Kurzkrimihäppchen – für die kleine Sünde zwischendurch!

 
 
Warum Inkontinenz tödlich enden kann, wieso Champagner und nicht Bier in den Bauchnabel gehört und wozu ein Killer-Kakadu auf zarter Frauenhaut fähig ist, lernt man in meinem niegelnagelneuen Kurzkrimisammelband:
 
„Kalte Platte„
im Verlag KBV  
 
JEDER MANN EIN TREFFER:
 
 
Nein, es geht nicht darum, dass jeder Schuss sitzt… kein Krimi, höchstens ein „Krimi Light„.
 
Es geht vielmehr um die großen Themen im Leben einer Frau: Neuanfänge, Liebe, Sex und Fisch! 
 
„Jeder Mann ein Treffer„, Droemer, 14 Euro 99
 
 
  
 
 
Letzte Woche hat mich einer mit einem Messer bedroht. Ich wusste aber gleich, dass er kein Profi ist – es war noch Butter dran!
 
 
Der eisengraue 007 mit Krückstock aus Schwäbisch Hall moderiert ab sofort nicht nur seine eigene Sticker-Sendung im Radio, er arbeitet auch intensiv an seiner Beziehung zu MaC. Die vhs-Männerkochgruppe eröffnet derweil eine Schwulenbar, Pfarrer Hölderlein löst in Afrika seine Verdauungsprobleme und ein Hundepsychologe sowie ein Genetiker machen die Seifferheld-Mädels glücklich.
Ach ja, der indische Kulturattaché wird am hellichten Tag auf dem Marktplatz entführt.
Kann Siggi Seifferheld den Fall lösen? Nein, kann er nicht. Aber sein Hund Onis…
 
 
 
 
Im Verlag Knaur,  9 Euro 99 (das gibt einen Glücks-Cent vom Buchhändler…)
 
 
 
 
  
  1.  

  2. Mit dem SWR auf Kommissar Seifferhelds Spuren in Schwäbisch Hall:

    http://www.swr.de/swr4/bw/-/id=1257790/nid=1257790/did=8135154/mpdid=8243510/t5c0qr/index.html

    Mit welchem Garn bestickt Ex-Kommissar Seifferheld sein nächstes Zierkissen? Ob bei der Garnauswahl bei Kurzwaren Zwing (hier mit Frau Pfau) oder bei einem „Päuschen mit Kläuschen„ bei Seifried in der Neuen Straße oder bei der Tatortbesichtigung auf der Henkersbrücke – der SWR folgt der Autorin und ihrem Haller Helden sowie seinem Hund auf Schritt und Tritt…

       

    Was macht eine Frau, wenn ihr Mann im Zickzackkurs durch den Garten läuft?

    Sie schießt weiter!

    *

    Im sonst so friedlichen Schwäbisch Hall wird der Landtagsabgeordnete Lambert von Bellingen auf der Herrentoilette eines Parkhauses brutal ermordet. Kurz darauf findet Kriminalkommissar a.D. Siegfried Seifferheld eine ortsansässige Souvenirladenbesitzerin mit zertrümmertem Gesicht. Während die Mordkommission noch im Dunkeln tappt, verfolgt Seifferheld mit seinem Gefahrhund Onis schon eine erste heiße Spur…

    Dubiose Schönheitschirurgen, größenwahnsinnige Hobbymaler, ausgeflippte Kamerunziegenböcke, panische Amateurköche, geplatzte Kondome: die Provinz hat wieder einmal reichlich Nervenkitzel zu bieten!

    *

    „Nadel, Faden, Hackebeil„, Verlag Droemer Knaur

     

     

     

      

    Calendar Girl ! 

    Ich bin das Januar-Girl im 2011-Kalender des LEDA-Verlags mit den wunderbaren Covern von Carsten Tiemessen! Naja, nicht ich, sondern das Cover meines Buches „Wie klaut man eine Insel?„ Dennoch: Freude! 

     

      

    Der Kommissar-Seifferheld-Bookteaser-Clip: 

    Die Hollywood-Verfilmung von Kommissar Seifferheld mit George Clooney in der Hauptrolle steht ja noch aus, aber hier gibt es schonmal einen kleinen Filmclip zu „Kreuzstich, Beinenstich, Herzstich„ und ich wage zu behaupten, Clooneys Bein hätte auch nicht besser ausgesehen: 

     

     

      

    Schreibtische von Krimiautoren 

    Der Krimikiosk präsentiert in einer neuen Reihe Schreibtische von Krimiautoren. Enorm aufschlussreich! An meinem erkennt man doch gleich die mir innewohnende Zwanghaftigkeit, die zu nichts anderem als einer kriminellen Laufbahn führen konnte… 

    Enjoy: http://krimikiosk.blogspot.com/search/label/Autoren-Schreibtische 

     

      

     

      

    Ab sofort wird getwittert: @KruseKrimi 

    http://twitter.com/KrimiKruse 

    Mit genialen Schriftstellersprüchen wie: „Nehmen Sie immer ein gutes Buch mit ins Bett – oder jemand, der eines geschrieben hat!„ 

      

     

     

    Furiose Finallesung des Trio Mortale im Literaturhaus Wiesbaden 

    Trio Mortale 2009 

    Trio Mortale – was wie eine Hochseilakrobatiktruppe klingt, die ohne Netz arbeitet, war in Wirklichkeit das beste Krimistadtschreiberteam seit Erfindung des Kriminalromans: Michael Kibler, Tatjana Kruse und Mitra Devi. 

    Das findet auch die Presse: 

    http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/wiesbaden/2078977_Krimis-aus-Wiesbaden-Mord-im-Dampfbad.html  

    http://www.main-spitze.de/region/kultur/theater/7856217.htm 

     

Die Bloggerin Aveleen Avide hat mich interviewt und mir viele intime Details aus der Nase gekitzelt:

http://aveleen-avide.blog.de/2012/01/27/interview-tatjana-kruse-12550035/ 

 

Onis im Ruhe-Modus
Onis im Ruhe-Modus

Wenn in einem Schweizer Luxuswellnesshotel reihenweise internationale Auftragskiller zu Tode kommen – mit singenden Sägen zersägt oder in der Damen-Bio-Sauna gargekocht –, dann weiß man: Die Kruse hat wieder zugeschlagen!! Jetzt neu bei dtv…
 
„So schön tot„ –  Hrsg: S. Lüpkes/Ch. Franke, dtv ISBN 978-3-423-21394-3
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Neu auf dem Markt

Der neue Kruse-Krimi

Kreuzstich, Bienenstich, Herzstich

Kommissar Seifferheld wurde im Dienst schwer verletzt und in den Frühruhestand versetzt. Fortan führt er mit seinem Harem (Schwester, Tochter, Nichte) und seinem Hovawart-Rüden Onis ein mehr oder minder geruhsames Leben. Doch die Polizeiarbeit streift man nicht ab wie einen alten Hut. Als in Seifferhelds beschaulicher Heimatstadt Schwäbisch Hall mehrere alleinstehende Männer mittleren Alters eines unerwarteten Todes sterben, glaubt der eigenbrötlerische Kommissar nicht an einen Zufall. Und so unterbricht Seifferheld seine heimliche Leidenschaft – das Sticken von Zierkissen – und macht sich auf die Spur des Serienmörders. Unterstützt wird er dabei von Hund, Harem, seinem Kumpel Kläuschen, Masseur Olaf, den Jungs des vhs-Männerkochkurses und der reizenden Journalistin MaC.

Wie bei einem Kruse-Krimi nicht anders zu erwarten, geht es bei den Ermittlungen schräg und augenzwinkernd zu. Viel Vergnügen bei der Lektüre!

Herzstich, Bienenstich, Kreuzstich im Verlag Droemer Knaur (ISBN 978-3-426-50367-6) für 8 Euro 95.

 Onis

Der „echte„ Onis

2001 – 2010

Ein Prinz unter den Hunden!

 

„Kreuzstich, Bienenstich, Herzstich„ von Tatjana Kruse ist eines der unterhaltsamsten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe: respektlos, lebendig, einfallsreich, überraschend und voller Sympathie für die Figuren und ihre kleinen Schwächen. (WDR4)

Mehr in der ARD-Mediathek:

 http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=3919962

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Klappe zu, Gatte tot!

Wer sagt denn, dass Mord eine todernste Sache sein muss?

Endlich sind die Sahnehäubchen meiner bisherigen Kurzkrimis in einem Band vereint und zeigen, dass sich alles im Leben heiter angehen lässt, sogar Auftrags- und vor allem Rachemorde…

„Klappe zu, Gatte tot„

KBV Verlag

ISBN 978-3-940077-82-0

„Kurzweilig, heiter und mit einem ausgeprägten Händchen für Typen und Situationskomik.„  (Klassikforum-Bibliothek)

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